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Sebastian WeindelHochzeitsfotograf · Mannheim
Hochzeiten So arbeite ich Über mich FAQ Kontakt

Über mich

Das bin ich

Ihr solltet wissen, wen ihr euch da für einen ganzen Tag dazuholt. Diese Seite hilft beim Rausfinden.

Sebastian Weindel, Hochzeitsfotograf aus Mannheim, springt mit seiner Kamera über eine Wiese in Italien
das Wichtigste

Zuerst das Ehrliche.

Was ihr hier lest, ist ziemlich genau das, was an eurem Hochzeitstag bei euch ankommt — samt der Teile, die unpraktisch sind. Die stehen weiter unten, ich habe sie nicht rausgekürzt. Wenn euch diese Seite nicht kopfschüttelnd rückwärts rauslaufen lässt, ist das schon ein gutes Zeichen.

An eurem Tag geht es nicht um mich, aber ihr müsst dennoch wissen was mir wichtig ist. Ich halte eure Geschichte so fest, dass ihr sie in zehn Jahren wiederfühlt, nicht nur anschaut.

Sebastian Weindel, Hochzeitsfotograf aus Mannheim, springt mit seiner Kamera über eine Wiese in Italien
der Typ.
Sebastian Weindel, Hochzeitsfotograf aus Mannheim, unterwegs in Israel
unterwegs
Hochzeitsfotograf in der Pfalz | Sebastian Weindel
das bin ich
Geschmackssache

Am liebsten ist es mir, wenn das Chaos ausbricht.

Früher wollte ich epische Portraits. Viel Komposition, viel Effekt, das ganz große Bild. Solche Bilder mache ich immer noch gern, sie stehen bei mir nur nicht mehr an erster Stelle: Die Geschichte und das Gefühl darin sind mir inzwischen sehr viel wichtiger. Ich hatte die Reihenfolge lange falsch herum.

Ob ein Tag gut wird, merke ich meistens schon morgens. Wenn ich zum Getting Ready komme und im Zimmer herrscht Chaos — Kleider auf dem Boden, Koffer halb ausgepackt, überall liegt irgendwas rum —, dann kann ich mir ziemlich sicher sein: Das wird ein megaguter Tag. Wer so anfängt, hat die Kontrolle schon abgegeben und lässt die Dinge einfach geschehen. Und ein Tag, der geschehen darf, wird fast immer der bessere.

Konfetti, jubelnde Leute, eine Sektschlacht, Kinder, die zwischen allen durchwuseln — das ist der Teil, in dem ich aufgehe. Nicht das ruhig arrangierte Bild. Der Moment, in dem der Raum kippt und keiner mehr die Kontrolle hat.

Und wenn jemand den Mund voller Kuchen hat oder die Torte umfällt, sagen Gäste fast immer denselben Satz: Nee, da machst du aber kein Bild. Doch. Genau da mache ich eins. Nicht um jemanden vorzuführen — sondern weil ihr in zehn Jahren bei diesem Bild lacht und nicht bei dem, auf dem alle ordentlich in die Kamera schauen.

fairerweise

Was ihr euch mit mir einhandelt.

Ich fange gern einen Satz an, biege in der Mitte ab und komme woanders wieder raus. Wenn ich euch beim Erklären ansehe, als hätte ich den Faden verloren: fragt einfach nach, ich finde ihn wieder.

Und ich bin kein Alleinunterhalter. Ich rede gern mit euren Leuten, aber ich mache keine Stimmung. Wenn eure Feier jemanden braucht, der die Gäste zusammentreibt und den Abend in Gang hält — dafür bin ich nicht zuständig. Ich stehe in dem Moment mit der Kamera am Rand.

und dann wieder nicht

Es gibt Momente, bei denen ich die Kamera runternehme.

Nicht jede Träne gehört mir. Wenn auf einer Hochzeit jemand weint, weil der Opa den Tag nicht mehr erlebt hat, halte ich da nicht drauf. Der Schmerz gehört euch, nicht eurer Strecke. Ich könnte das Bild machen, es wäre wahrscheinlich sogar ein starkes. Ich mache es trotzdem nicht.

Das ist keine Regel, die ich abarbeite. Ich merke es im Moment selbst — und dann bleibt die Kamera unten.

Großmutter der Braut stößt mit einem Sektglas an, umgeben von Zypressen.
die Großmutter der Braut
am Ende sind wir Freunde

Von euren 80 Gästen kenne ich am Anfang niemanden.

Ich weiß nicht, wer am Wasser gebaut ist, wer bei der Rede zuerst weint, wer sich heimlich das dritte Stück Kuchen holt und wer den Bräutigam schon aus dem Kindergarten kennt. Am Ende des Tages weiß ich es. Das ist eigentlich der ganze Beruf: hinschauen, warten, da sein, wenn es passiert — und meistens schon wieder weg sein, bevor ihr euch zu mir umdreht.

Meine ersten fünf Minuten sind unspektakulär: nachsehen, ob genug Speicher auf den Karten ist, mich kurz orientieren, irgendwo einen Kaffee organisieren. Und dann gehe ich zu den Großeltern.

Da fange ich am liebsten an. Kurz hallo sagen, zwei, drei Sätze — und weil ich konsequent jeden duze, bringt das die Oma der Braut erst mal ein bisschen aus dem Konzept. Genau darum geht es. Kurz darauf macht sie mit, und das Eis ist weg: bei ihr und meistens gleich am halben Tisch dazu. Ich habe das noch nie anders erlebt.

Deshalb das Duzen. Zwischen uns soll nichts stehen, was Haltung erzwingt — keine Autorität, kein Respekt vor dem Fotografen. Wer sich für die Kamera zusammenreißt, sieht auf den Bildern auch genau so aus. Und wer einmal mit mir gelacht hat, reißt sich nicht mehr zusammen.

Opa richtet die Fliege bei einem jungen Hochzeitsgast
Freund 1
Ein Kleinkind in hellblauem Kleid mit Schnuller blickt skeptisch zur Kamera.
Freund 2
Ein Paar am Tisch macht lachend eine spielerische Handgeste zur Kamera.
Freund 3
auf eure Ohren

Meine Musik.

Badesalz hat mich zu Spotify gebracht. Zu jedem Song in meiner Playlist weiß ich, wann er draufkam und warum — testet mich ruhig. Und wenn ihr mir eure Hochzeitsplaylist schickt, weiß ich vorher, bei welchem Song ich mit der Kamera an der Tanzfläche stehen muss.

Auf der Tanzfläche trage ich AirPods. Nicht, weil ich nicht da sein will — die Anlage ist ab einer gewissen Uhrzeit einfach zu laut, und ich sehe eure Feier besser, wenn es in meinem Kopf ruhig ist. Eure Rede, euren ersten Tanz und den Moment, in dem die Oma doch noch tanzt, bekomme ich trotzdem mit. Nur die Ohrwürmer nehme ich mit nach Hause: drei Stunden „Don’t Stop Believin’“ halten bei mir bis Dienstag.

meine Playlist
noch offen

Dinge, die ich noch tun will.

  • NYC besuchen
  • Die Milchstraße einmal im Sommer sehen
  • Eine Band auf Tour begleiten
  • Bon Iver sehen
  • Pizza in Italien essen
  • Meditation lernen
  • Unter freiem Himmel schlafen
  • Heißluftballon fahren
  • Nordlichter sehen
  • Ein Fahrrad bauen
  • Im Toten Meer schwimmen
  • Den Teide mit dem Fahrrad bezwingen. Und dann zu Fuß
  • Einen Baum pflanzen

4 von 13 abgehakt — der Rest wartet noch.

Und sonst so?

Ich koche gern und ohne Rezept, und ich trinke jeden Tag Kaffee. Wenn morgens beim Getting Ready einer für mich abfällt, ist der Tag schon halb gewonnen.

Person läuft über eine Landstraße in der Negev-Wüste auf eine wartende Gestalt am Hang zu
in der Negev-Wüste
und jetzt der Faktencheck

Eine Sache behaupte ich (nicht) einfach.

Ich kann an so einem Tag steuern, ob ich sichtbar bin oder nicht. Beides brauche ich: Manchmal muss ich kurz jemanden ansprechen, den Rest der Zeit soll niemand merken, dass ich im Raum bin. Das ist die eine Sache, bei der ich mir wirklich sicher bin.

Nur ist Behaupten billig — vor allem auf einer Seite, die euch die ganze Zeit erzählt, man solle Dinge lieber zeigen als sagen. Wenn ich lese, was Paare mir hinterher schreiben, scheint es zu stimmen. Glauben müsst ihr mir das trotzdem nicht: Prüft es einfach selbst nach.

im Google-Profil nachlesen
Das musste ja kommen …

Passen wir?

Wenn ihr hinter all dem Text eine Person erkennt, die auf einer Wellenlänge mit euch ist — jetzt wäre der ideale Zeitpunkt, mir zu schreiben.

Euer Datum anfragen
Sebastian Weindel begrüßt einen älteren Hochzeitsgast per Fistbump vor einer Bruchsteinwand