Portraits an eurem Hochzeitstag
Ein Blitz mitten im Tanz, ein Bild, das ihr erst Jahre später wirklich seht. Und ja, auch der Moment mit Kuchen im Gesicht. Das hier kann ich.
Portraits sind bei mir keine Nebensache
Auf meinen Strecken zeigt ihr Portraits selten; da geht es um den ganzen Tag. Das hat über die Jahre den Eindruck erzeugt, sie wären bei mir eine Nebensache. Sind sie nicht.
Ich muss mich hinter den Bildern nicht verstecken. Ich zeige hier, wie ich arbeite, wenn ich mir die Zeit dafür nehme: sechs Dinge, auf die ich achte. Jedes davon sieht bei jeder Hochzeit anders aus, weil Ort, Licht und ihr jedes Mal anders sind. Es ist kein Rezept, das ich abspule. Wie so ein Tag insgesamt abläuft, steht bei So arbeite ich.
Worauf ich achte
Nicht daran, dass Paare besonders fotogen wären. Immer wieder dieselben sechs Fragen, an ganz unterschiedlichen Menschen und Orten.
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01
Licht
Es ist immer schon da, überall, und genau deshalb übersieht man es. Dabei entscheidet es über alles andere: Fensterlicht am Morgen, hartes Gegenlicht um vier, die letzte halbe Stunde vor Sonnenuntergang. Wir müssen es nur gemeinsam an der richtigen Stelle einsetzen.
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02
Schatten
Was ich weglasse. Die harte Kante quer durchs Gesicht, das halbe Portrait im Dunkeln, die Silhouette statt der Gesichter. Nicht jedes Bild muss alles zeigen.
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03
Komposition
Wo ihr im Bild steht. Manchmal winzig unter viel Himmel, manchmal so nah, dass gerade zwei Stirnen reinpassen. Beides erzählt etwas anderes über denselben Moment.
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04
Unschärfe & Bewegung
Ein Schleier, der quer durchs Bild weht. Ein zu schnelles Umdrehen. Ein Paar, von dem nur die Stirnen scharf sind. Was zählt, ist der Moment, nicht der Fokus.
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05
Location
Der Ort ist Teil eurer Geschichte, nicht nur Kulisse. In zehn Jahren hängt die Erinnerung an genau diesem Hof, dieser Wand, diesem Blick übers Tal. Deshalb darf er ruhig mit ins Bild — auch wenn ihr darin dann ziemlich klein seid.
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06
Und wenn ihr mich vergesst
Irgendwann hört ihr auf, für die Kamera dazustehen, und redet einfach miteinander. Mein Job ist es, genau den Moment wahrzunehmen, in dem ihr einfach ihr seid. Meistens dauert es keine fünf Minuten.
Portraits aus echten Hochzeiten
Viele davon stammen aus ganz normalen Reportagen — etwa aus der Hochzeit im Weingut von Winning, aus Babsi & Andis Tag in Würzburg oder der Sommerhochzeit im Ostseebad Dahme. Dort seht ihr sie in ihrem Zusammenhang: zwischen Trauung, Rede und Tanzfläche.




















Warum es bei jeder Strecke anders aussieht
Die Konstante bin nicht ich und seid nicht ihr, sondern der Ort und das Licht. Das heißt auch: nicht alles davon ist überall machbar. Ein Standesamt ohne Fenster gibt kein Licht-und-Schatten-Bild her, und wenn es den ganzen Tag schüttet, schüttet es. Ich verspreche euch deshalb keine bestimmten Bilder; ich schaue mir an, was da ist, und hole das Beste raus.
Jede Gegend hat dabei ihr eigenes Licht: die weiten Abendhimmel in der Pfalz, die engen Altstadtgassen in Heidelberg, Backstein und Wasser in Mannheim. Warum ich so fotografiere und nicht anders, steht bei Über mich.















Wie lange brauchen wir dafür?
Die Frage ist nicht, wie viel Zeit wir uns nehmen wollen. Sie ist: wie lange wollt ihr von euren Gästen weg sein? Fünfzehn bis zwanzig Minuten reichen für richtig gute Bilder. Wenn ihr mögt, verteilen wir sie: einmal kurz mittags, wenn sich eine Lücke ergibt, und nochmal, wenn abends das Licht weich wird. Ihr entscheidet das, nicht ich. Aber ich gehe überall mit hin.
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Wenn ihr mehr wollt
Dann machen wir mehr, und ich freue mich ehrlich drüber. Geblitztes Editorial. Raus zum Sonnenuntergang, hoch auf den Berg. Doppelbelichtungen, wenn ihr Lust auf etwas habt, das schiefgehen kann. Oder zwei Stunden an einem ganz anderen Tag, vor oder nach der Hochzeit, wo wir uns richtig austoben können. Sagt einfach vorher Bescheid, dann planen wir es von vornherein ein statt es zwischen Kuchen und Tanz zu quetschen.
Schaut euch die ganzen Strecken an
Portraits und die Geschichte eures Tages gehören zusammen. Von den Portraits habt ihr vermutlich schon eine Vorstellung; der andere Teil ist der, der in zehn Jahren wahrscheinlich wichtiger ist.
Ob ihr am Ende zehn oder zwanzig Portraits von euch habt, ist ehrlich gesagt ziemlich egal. Aber eine Strecke, die die Stimmung festhält, die kleinen Momente, die Details: das macht den Unterschied, wenn ihr euch später zurückerinnert.
Portraits machen mir superviel Spaß. Es geht trotzdem um die ganze Strecke. Deshalb hier die Übersicht über alle Hochzeiten — schaut sie euch an, oder schreibt mir direkt.
Wie viel Raum soll das bei euch kriegen?
Schreibt mir, was ihr euch vorstellt; den Rest bauen wir drumherum.
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