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Hochzeit · Berner Oberland

Berghochzeit in Gimmelwald

Braut und Bräutigam mit Bergpanorama, Wolken, glücklich.

Das hier ist die Geschichte der drei Tage, an denen ich eine Berghochzeit im Berner Oberland fotografiert habe.

Eine Hochzeit zu planen ist schon schwer genug, erst recht im Ausland. Aber das Einzige, was man wirklich nicht kontrollieren kann, ist das Wetter. Wer schon mal in den Bergen war, kennt das: aus einem Sonnentag wird im Handumdrehen ein Gewitter — oder umgekehrt. Tina und Karsten wollten ihre Hochzeitsportraits unbedingt mit dem Bergpanorama von Gimmelwald; notfalls auch erst am Tag nach der Hochzeit.

Ich bin schon am Vortag angereist, bei strömendem Regen und einer Vorhersage von 96 % Regenwahrscheinlichkeit für den ganzen nächsten Tag. Ich sehe mich nicht nur als jemanden, der Fotos macht; ich versuche auch, mich um alles Drumherum zu kümmern, gerade wenn viel Reisen im Spiel ist. Meine Paare zu beruhigen gehört da definitiv dazu. (Was ich auf dieser Reise gelernt habe: Man macht einfach weiter mit dem, was man hat.)

Am nächsten Morgen dann: Die Vorhersage zeigte plötzlich zwei Stunden Sonne, aber immer noch ein hohes Risiko, während der Zeremonie im Regen zu stehen. Zusammen mit den Hochzeitsplanern haben wir uns entschieden, es trotzdem zu versuchen. Und entgegen aller Vorhersagen hielt das Wetter nicht nur — es war schöner, als wir es uns hätten erträumen können. Vier Stunden Sonne, dazu spektakuläre Wolkenformationen im Tal und rund um die Schweizer Berge. Freie Sicht in jede Richtung. Mehr kann man sich von einer Berghochzeit im Berner Oberland nicht wünschen, oder? Wer weiß, was die Natur sich beim nächsten Mal einfallen lässt, wenn ich als Hochzeitsfotograf in die Schweiz fahre. Eins ist aber sicher: Das Brautpaar war überglücklich.

Am Abend saßen wir alle noch lange am Feuer auf dem Gelände des Berghostels zusammen, mittendrin eine schwarze Katze, die sich auf einem gestrickten Kissen breitgemacht hatte, als würde ihr der ganze Laden gehören. Zwischen den Reden haben sich ein paar Gäste gegenseitig mit Rückwärtssaltos im Gras übertroffen, und die Großmütter haben Geschichten erzählt, bei denen alle gerührt waren. Genau die Mischung, die ich an Hochzeiten am meisten mag: laut und leise, direkt nebeneinander.

Nur eine Gondel weiter liegt übrigens Mürren, wo ich eine weitere Berghochzeit begleiten durfte. Mehr zu Destination Weddings gibt's auf der eigenen Seite dazu.

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Sebastian Weindel begrüßt einen Hochzeitsgast per Fistbump