Hochzeit · Pfalz
Freie Trauung im Weingut Mussler
Manchmal kommt man an einem Hochzeitsort an und weiß in der ersten Minute, dass es anders laufen wird. Bei Sarah und Florian war das so, bevor überhaupt irgendetwas angefangen hatte. Die Gäste standen zwischen den Zypressen, alle sahen gut aus, aber niemand sah verkleidet aus. Es wirkte nicht, als wollte hier jemand eine Hochzeit abarbeiten, sondern als hätten alle vor, sich einen Tag lang gut zu unterhalten.
An diesem Tag gab es dann auch keine Traurednerin. Es gab drei Freunde.
Das ist kein Seitenhieb auf die Kolleginnen und Kollegen, die das beruflich machen und richtig gut können. Der Unterschied war auch gar nicht das Können. Es war das Material. Was die drei unter den Zypressen erzählt haben, hätte niemand recherchieren können, der Sarah und Florian erst seit dem Kennenlerngespräch kennt. Sie standen da oben, weil sie seit Jahren danebenstehen. Wie so eine freie Trauung sonst aussehen kann, steht an anderer Stelle.
Und dieser Freundeskreis ist wirklich eng. Nicht die Sorte, die sich einmal im Jahr sieht und Fotos davon postet, sondern die Sorte, bei der drei Leute gemeinsam eine Trauung halten können, ohne dass es peinlich wird. Ein Jahr später bin ich denselben Leuten am Tegernsee wiederbegegnet, auf einer Hochzeit, die völlig anders zustande kam und die ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.
Zum Weingut Mussler in Bissersheim passt das gut. Hier gibt es kein fertiges Paket, das man bucht und abnickt, sondern eher die Frage, was ihr eigentlich vorhabt. Die Zeremonie war draußen, die Feier war draußen, und es stand niemand daneben und erklärte, was als Nächstes dran ist. Auffällig war, wie herzlich hier alle miteinander umgingen, Gäste untereinander und mit uns. Man sieht das an den Leuten und daran, was sie anhaben. Ich sehe es auch auf den Bildern, und das ist der Teil, den ich am liebsten mag: wenn die Fotos zu einem Tag gehören, den sich jemand selbst ausgedacht hat.
Beim Auszug durch die Zypressenallee schwenkten die Gäste Bänder und pusteten Seifenblasen. Danach wurde angestoßen, bis das Brautpaar irgendwann in der Luft landete.
Mehr aus der Gegend gibt's auf den Pfalz-Reportagen. Und jetzt ihr: Wenn bei euch die Freunde ans Mikrofon sollen, schreibt mir.
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Dann schreibt mir am besten direkt eine Mail! Keine Sorge, ich versuche euch nichts zu verkaufen sondern möchte sichergehen, dass meine Arbeit auch das ist, was ihr euch wünscht. Und wenn das doch nicht passen sollte ist das auch okay.
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